11. Jänner 2017

Derweil die Skifahrer im Gletschergebiet ein Stück oberhalb zum letzten Einkehrschwung hinbremsen oder gleich die Heimreise ins Tal antreten, stapfe ich durch den Schnee zum Einstieg. Es wird ein Stück Arbeit – das Stahlseil und die Tritte sind ein Stück unterm Schnee vergraben. Nun gut, auf diese Weise wird mir bald warm.

Die Dämmerung kündigt sich an. Die Sonne färbt ganz kurz den Himmel in tiefen Blau- und Rottönen, dann decken Wolken alles zu und es beginnt leise zu schneien. Leise ist das Stichwort: Die stürzenden Wasser hört man nur gedämpft durch die dicke, bizarr geformte Eisdecke – sonst säuselt nur – eben leise – ein leichter Wind durch die Schlucht.

Das Klettern im Schnee, das Suchen von Tritten und Freimachen der Sicherung kostet Zeit. So wird es finster, bis ich das Top erreiche. Der Kugelschreiber beim Wandbuch streikt – was Wunder bei der Kälte. Der Abstieg über die Strasse ist einfach und ich habe Glück – ein Servicemann für die Pistengeräte hatte einen langen Tag und lässt mich ein Stück mit nach unten fahren.

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